Forschungsprojekt im Ahrweiler Wald.
Nach 12 Monaten Restaurierungsarbeiten wird am 27. April um 14.00 Uhr der FAM Haus drei an die Stadt übergeben.
Nachdem 60 Jahre Wind und Wetter den Mauern der römerzeitlichen Siedlung an den Maaren, im Ahrweiler Stadtwald, sehr zugesetzt haben, war eine Sanierung dringend notwendig. Da der Eigentümerin, die Stadt Bad Neuenahr Ahrweiler, die Sicherung der Mauern mehrere zehntausend Euro gekostet hätte, hat sich im Frühjahr 2011 der Förderverein für Archäologie und Museumskultur e.V. bereit erklärt, diese Arbeiten ehrenamtlich zu übernehmen. Das Restaurationsteam um Bernd Walther begann mit Haus drei. Michael Schneider, Karl Krahforst, Miroslav Dusek, Jürgen Klose, Renate Jung, Eva Kleindienst. Dr. Hubert Schmich und Barbara Mochale verbrachten viele hundert Stunden damit, Mauern neu zu verfugen, Mauern die so marode waren, dass sie abgetragen werden mussten, wieder neu aufzubauen und Mauern, die durch Wurzeln und den Zahn der Zeit völlig verschwunden waren, wieder zu ergänzen. Auch der Einbauofen wurde wieder neu aufgebaut und fehlende Mauern ergänzt, so dass der Ofen wieder betrieben werden kann.
Nun kann bereits am 27. April um 14.00 Uhr das neu erstrahlte Haus drei an den Bürgermeister Guido Orthen sozusagen als Hausherrn übergeben werden.
Der Förderverein für Archäologie und Museumskultur (FAM) e.V. und speziell der Projektkreis Archäologie laden die interessierte Bevölkerung herzlich dazu ein.
Ab 10.00 Uhr werden informative Führungen in der römerzeitlichen Eisenverhüttungsanlage mit der Demonstration einzelner Arbeitsvorgänge sowie Erklärungen zu den Lebensgewohnheiten der dort ehemals siedelnden Menschen angeboten.
Der Einbauofen wird erstmals angeheizt und auch der Schmelzofen wird befeuert. Es werden nach römischer Art zubereitete Spiesen und Getränke auf die Gäste warten. Kinder sollen wie römische Kinder spielen können und zugleich im kleinen Rahmen selbst nach Scherben suchen dürfen, um die spannende Arbeit der Archäologen nachzuempfinden.
Ein Geheimnis birgt noch der Einbauofen. Es wurden mehrere Nutzungsmöglichkeiten angedacht. Aber wozu dieser Ofen im Rahmen der Erzaufbereitung genutzt wurde, ist bis heute unbekannt. Nun soll am 27. April versucht werden, ob durch die erreichte Temperatur, auf die Nutzung geschlossen werden kann. Es bleibt also spannend an den Maaren. |